Neue MHz-Messtechnik imc EOS ermöglicht Analyse sehr schneller Vorgänge

Berlin, 12.03.2020 –

Zur Fachmesse SENSOR+TEST in Nürnberg präsentiert die imc Test & Measurement GmbH mit imc EOS ihr erstes Messsystem, das in den Megahertz-Bereich vorstößt. Mit Abtastraten von bis zu 4 MHz lassen sich sehr schnelle, dynamische Vorgänge genau untersuchen. Ein vierkanaliger, isolierter Messverstärker erlaubt den direkten Anschluss von Spannung, Stromwandlern und IEPE-Sensoren für Beschleunigung, Schall oder Kraft. Die Einsatzgebiete sind damit vielfältig: vom High-Speed-Recorder-Einsatz bei Sprengversuchen über Körperschall- und Vibrationsmessungen, Analyse von Schaltvorgängen an Steuergeräten oder Airbag- und Crash-Tests bis hin zu E-Mobility-Untersuchungen. Besonders attraktiv ist dabei die Möglichkeit, imc EOS gemeinsam mit weiteren imc Messsystemen synchron zu betreiben.

imc EOS ist mit vier individuell galvanisch isolierten Präzisions-Messverstärkern ausgestattet. Der Signalanschluss erfolgt wahlweise über BNC oder LEMO. Gemessen werden können Spannungssignale bis ±60 V, IEPE/ICP-Sensoren wie Beschleunigungsaufnehmer, Mikrofone oder Kraftsensoren. Ebenso werden Präzisions-Stromwandler unterstützt. Die erfassten Signale werden mit 24 Bit bei bis zu 4 MHz pro Kanal digitalisiert – die analoge Bandbreite reicht bis 1,7 MHz. Zudem verfügt imc EOS über eine kanalindividuelle Sensorversorgung zum Speisen aktiver Sensoren.

Betrieb & Speicherung

Die imc EOS-Systeme lassen sich autark oder auch vernetzt betreiben. Für die PC-unabhängige Datenspeicherung ist das Gerät mit einem Onboard-Flash-Speicher ausgerüstet - je nach Ausstattung fasst dieser bis zu 1 TB an Daten. Ist das imc EOS via Ethernet vernetzt, ist eine Datenübertragung in Echtzeit auf einen PC genauso möglich wie eine Archivierung auf einem Netzwerkspeicher (NAS).

imc EOS ist kompatibel zu allen anderen imc Messdatenerfassungssystemen und lässt sich zusammen mit diesen synchron in einer Messung betreiben. Das ist gerade für Anwender interessant, die bereits mit imc-Systemen arbeiten und ihren bestehenden Messaufbau um High-Speed-Kanäle erweitern wollen. Die Konfiguration und Datenvisualisierung erfolgt für alle imc-Systemen mit der Messtechnik-Software imc STUDIO.

Clevere Mechanik mit Klickverbindung

Die imc EOS-Messgeräte sind mechanisch kompatibel zur imc CRONOSflex-Serie. Damit können Anwender passendes Zubehör aus der flex-Familie wie zum Beispiel Griffe, batteriegepufferte USV-Lösungen („Power-Handle“) oder auch Versorgungs-Module für Hochleistungs-Stromwandler und Stromzangen direkt anklicken. Ebenso lassen sich mehrere imc EOS-Systeme zu einem Block zusammenfassen oder an ein imc CRONOSflex-System anfügen. Mit dem ebenfalls anklickbaren imc NET-SWITCH steht darüber hinaus ein 5-Port GBit-Netzwerkswitch zur Verfügung, der die synchrone Vernetzung der Systeme ermöglicht. Besonders komfortabel für Anwender: die Stromversorgung für zusammengeklickte Komplettsysteme muss nur einmal zentral erfolgen. Das reduziert den Verkabelungsaufwand deutlich und spart Platz.

Anwendungsgebiete

Dank der High-Speed-Datenerfassungstechnik und der universellen Messeingänge eignet sich imc EOS vor allem für die Untersuchung sehr schneller Vorgänge bei Materialprüfungen, Vibrationsanalysen oder Komponententests. Neben Crash, Ballistik, Pyrotechnik und Explosionsvorgängen, sind Messungen an Turbinen oder Triebwerken typische Einsatzgebiete. Im Automotive-Bereich lassen sich mit imc EOS Prozesse beim Einspritzen und Zünden von Kraftstoffen untersuchen, hochfrequente Vibrationen an Motoren, Getrieben und Fahrwerken erfassen oder auch Schaltvorgänge von Steuergeräten analysieren. Im E-Mobility-Umfeld kann das System zur Charakterisierung von Umrichter-gesteuerten E-Motoren eingesetzt werden.

Zukünftig mit App-Steuerung

In einem nächsten Schritt wird imc EOS um eine zusätzliche Bedienmöglichkeit per App erweitert. So können Anwender direkt über ihr Smartphone oder Tablet eine Messung starten und stoppen, Trigger auslösen und Daten live betrachten. Dabei leistet die App selbst bei einer langsamen WLAN-Verbindung die Darstellung niedrig aufgelöster Übersichtsverläufe wie auch hochaufgelöster Triggerereignisse.

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