Digitalisierung und Vernetzung bieten entscheidende Wettbewerbsvorteile in den Bereichen Produktion, Infrastruktur und Fahrzeugentwicklung, indem sie einen höheren finanziellen Mehrwert schaffen. Bevor eine Industriemaschine jedoch als „Ding“ mit dem Internet vernetzt werden kann, ist ihre Digitalisierung erforderlich – die analogen Werte der Maschinen müssen in digitale Werte umgewandelt werden. Eine wichtige Komponente auf dem Weg zur Digitalisierung ist die Messtechnik.
Sensoren, Messverstärker und Erfassungssysteme sind notwendig, um ein analoges Signal, wie beispielsweise den Druck in einem Hydraulikzylinder, zu erfassen. Diese wandeln das analoge Signal in ein elektrisches um, verstärken und digitalisieren es. Die Messgeräte und -systeme von imc können zudem als vernetzte Akteure fungieren – auf diese Weise erweitern sich die Möglichkeiten für den Einsatz von Messlösungen und die Verarbeitung der erfassten Daten.
Messsysteme müssen über geeignete Fahrzeugbus-, Feldbus- und IT-Schnittstellen für die vernetzte Datenerfassung an Maschinen verfügen. Die modularen imc-Datenlogger und Messsysteme kommunizieren unter anderem über CAN-, CAN-FD-, Ethernet-, Profibus- und EtherCAT-Schnittstellen und sind zudem robust, eigenständig und PC-unabhängig. Neben analogen und digitalen Messkanälen (Temperaturen, Drücke, Wege, Kräfte, Schwingungen usw.) erfassen sie synchron Maschinendaten vom CAN-Bus sowie GPS-Koordinaten.

Die Datenerfassung an Maschinen und Anlagen – sei es in der Entwicklung oder im realen Betrieb ─ erfordert häufig die Verarbeitung von hunderten von Messkanälen. Eine vernetzte Datenüberwachung erfordert hier eine effiziente Vorverarbeitung der lokalen Messdaten in Echtzeit – also eine lokale und damit schnelle Big-Data-Analyse. Dieses so genannte „Edge Computing“ verdichtet die Informationen auf ausgewählte Ergebnisparameter. Es bewährt sich besonders in rauen Testumgebungen, wo z. B. für die Datenübertragung nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung steht oder bei einer dezentralen, verteilten Messung.
Die imc Messgeräte und –systeme bieten für diese „Smart Data“-Analyse in Echtzeit die Auswertesoftware imc Online FAMOS. Der Funktionsumfang von imc Online FAMOS reicht dabei von einfachen statistischen Berechnungen, wie z.B. Mittelung, Filterung oder Effektivwertberechnung und bis hin zu anspruchsvollen Analyse-Algorithmen. Diese lassen sich in komfortabler Form einfach zeilenweise als mathematische Formeln und Funktionsaufrufe editieren. Darüber hinaus verfügt imc Online FAMOS über Funktionen zum automatisierten Messen. Fortwährende Plausibilitätskontrollen der erfassten Daten garantieren so eine hohe Datensicherheit und Datenintegrität.
Die Vernetzung der imc Messgeräte oder –systeme kann die Rentabilität einer Messlösung steigern. Das Konfigurieren der Geräte und die Auswertung der Daten ist sicherer, transparenter und schneller, wenn es um das Messen in Langzeitanwendungen oder an schwer erreichbaren oder rauen und gefährlichen Messumgebungen geht oder wenn bei komplexen Produkten hunderte von Parametern oder Zuständen aus unterschiedlichsten Quellen erfasst und verarbeitet werden müssen.
Um die Sicherheit der übertragenen Daten zu gewährleisten, können imc-Messsysteme mit beliebigen Routern inkl. VPN-Verschlüsselungen kombiniert werden. Ebenso ist HTTPS-verschlüsseltes Senden von Statusinformationen per MQTT möglich, z.B. an web-basierte Dashboards.
Dies gilt ebenso für die weitere Speicherung der übertragenen Daten. Sie haben die freie Wahl, welches Datenmanagementsystem Sie einsetzen möchten. Angefangen vom einfachen OneDrive-, Nextcloud- oder Google Drive-Speicher, über Datenbanksysteme basierend zum Beispiel auf ASAM/ODS oder SQL bis hin zu Data Lake-Architekturen sind viele Lösungen möglich. Je nach Lösung läuft die Anbindung dabei über verschiedene Wege – über das autark laufende Gerät kombiniert mit imc LINK, über die FAMOS-ODS-Schnittstelle oder z.B. über eine angepasste Python-Implementierung in Kombination mit imc STUDIO.

Der Messtechnik-Spezialist imc ermöglicht mit intelligenten und vernetzten Datenloggern vollständige Digitalisierungslösungen, um Anlagen, Maschinen, Fahrzeuge und vieles mehr ins Internet der Dinge zu bringen. Anwendern stehen damit bewährte und leistungsfähige Werkzeuge zur Verfügung, um auch bestehende Maschinen und Anlagen fit für das IoT zu machen und die Wertschöpfung zu steigern.
Die imc Lösungen zeichnen sich dabei durch ihre Flexibilität aus. Mit den imc Standard-Komponenten lassen sich maßgeschneiderte Anwendungen realisieren. Diese reichen von der individuellen Sensor-Anpassung über ein modulares Messsystem mit vielfältigen Schnittstellen und einer integralen Echtzeitplattform bis hin zur Anbindung an Cloud-Services.
Die robusten Messsysteme von imc bilden die Grundlage für die Datenerfassung. Der modulare Aufbau und die universelle Verstärkertechnik ermöglichen eine präzise Konfiguration für die zu messenden Signale. Je nach Umfang der Messanlage kommen mehrere Messsysteme zum Einsatz, die vernetzt betrieben werden und Tausende von Kanälen synchron erfassen.